23.08. 6 Summits Sky Race

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Lesezeit: ca. 3 Minuten

3. Platz Gesamt, 2. Platz AK. Gute Ausbeute für die unfreiwillige Verlängerung 🙂

Gut erholt vom tollen Erfolg der vergangenen Woche ging es heute wieder in die Berge 🏔 . Dieses Mal stand – im Rahmen eines ganzen Lauffestivals – mit dem „6 Summits Sky Race“ in Saalbach Hinterglemm (1009m ü.M.) eine kürzere aber nicht unbedingt einfachere Strecke auf dem Programm:
Über (eigentliche) 21,7km mussten 2100 Höhenmeter absolviert werden 🤩. Technisch nicht wirklich einfach, entweder steil oder felsig oder beides. Und ich Bergziege konnte nicht genug bekommen und verlief mich… Der Reihe nach:

Puls von “0 auf 100”: 1.000 Höhenmeter auf 3km – What a Start!

Um 9 Uhr war ich mit 20 weiteren Frauen bereit (+ 55 Männer natürlich). Der Start erfolgte Corona-Bedingt in kurzen Wellen, das kenne ich ja vom Triathlon. Gleich zu Beginn ging es in Direttissima auf den 1. Gipfel, den “Schattberg Ost” auf 2018m ü.M. Der mathematisch versierte Leser erkennt gleich die Krux. Genau: 33% Steigung! Ouch das war knallhart! 😈 .

Die 6 Gipfel 🙂
Auf dem Weg zum Schattberg

Guter Start & Vorausschauend laufen

Bereits nach 49 Minuten bin ich am 1. Gipfel angekommen, was eine sehr gute Zeit war (2. Platz), den Puls habe ich dabei immer kontrolliert und bin nie in den “roten Bereich” geraten. Und, wohl wissend das es diesen Steilhang am Ende auch wieder hinunter geht, bin ich die folgenden 15 „welligen“ Kilometer dann dosiert angegangen (und bin bereits zum 1. Mal nach dem Schattberg falsch abgebogen… ). Denn solche Downhills sind prädestiniert für Krämpfe und vor allem Stürze und da kann auch 3km vor Schluss noch Schicht im Schacht sein ☝️ .

15 schöne Kilometer in den Bergen

Das Wetter war zwar echt angenehmen. Nicht zu heiß, nicht zu kalt. Der Starkregen über Nacht hat zum Glück keine Spuren hinterlassen und es war alles wieder recht trocken und somit nicht so gefährlich 😅 :
Es ging über den “Schattberg Mittelgipfel” (km 4 – auf 2089m ü.M), zum “Stemmerkogel” (km 5,8 / 2123m), dann über den “Saalbachkogel” (km 7,5 /2092m) zum “Hochkogel” (km 9,6/2249m), bevor nach knapp 11 Kilometern der letzte der 6 Gipfel, der “Hochsaalbachkogel” auf 2212m ü.M. erreicht wurde.

Das 2. Drama begann…. Das Podium in Gefahr!

Ich war immer noch an 2. Stelle und irgendwo, irgendwie musste ich nach dem letzten Gipfel falsch abgebogen sind. Zu diesem Zeitpunkt lag ich auch noch in meinem virtuellen Zeitplan ⌛️, den ich mir vorher akribisch mit den Steigungen ausgerechnet hatte.
Ich lief und lief, achtete auf rote Markierungen am Boden, aber irgendwann wurde es alleine in der Pampa gespenstisch.. Ich zog mein Navigationsgerät aus der Tasche und stelle vor Schreck fest, das ich TOTAL falsch war.

Kurz 5 Sekunden geärgert, “Beast-Modus” ausgepackt und #Attacke. So leicht gebe ich mich nicht geschlagen. Ich bin zurück auf Kurs, merkte aber dann an der letzten Verpflegungsstation vor dem Schattberg, das ich min. 2km zuviel gelaufen bin. DAMN IT. Und ich dachte mir: Abgerechnet wird zum Schluss, wer weiß, wie es denn anderen geht.

NEVER GIVE UP!!

Ich bin gerannt wie eine Blöde, kam am Schattberg an, “freute” mich auf den Downhill und plötzlich rief jemand: 3. Frau. WHAT??? Ich habe mindestens 18-20 Minuten verloren! Das gab dem zweiten Atem, denn nun kam er, DER Downhill vom Schattberg. 33% wieder runter und ich kann sagen, das ist mental und physisch fast noch mal eine Spur härter wie bergauf! Die Krämpfe kamen natürlich auch, aber ich konnte diese gekonnt immer wieder “rauslaufen”

Mega happy, das es sich doch noch fürs Podium ausgegangen ist!

Fazit – Du wirst nie wissen, ob Du es geschafft hast, wenn Du es nicht probiert hast!

In 3.37 Stunden (mit 23.89km und 2222HM) überquerte ich dann als 3. Frau die Ziellinie (und 18. Teilnehmer Gesamt!) 🥉 . Im Vorfeld hatte ich mir auf Basis meiner Leistung in Immenstadt ein Zielzeit von rund 3,5 Stunden ausgerechnet und bin daher mit dem Umweg mehr als zufrieden. Hätte, wäre, wenn: Ich bin im Schnitt auf den Kilometer 9.07 Minuten gelaufen. Weitaus schneller wie noch in Immenstadt. Wenn ich nun 18 Minuten vom Ergebnis abziehe, tja dann… Aber egal, sowas gehört zum Berglauf dazu. 🏵
Ergebnisse

Und wieder mal eine großes DANKESCHÖN an den Veranstalter, Gunter Mayer. Top organisiert mit den neuen Hygienauflagen und Vorschriften. Geht doch !

Mit der Siegerin, einer starken Claudia Rosegger. Sie war bis zum Hochkogel hinter mir, aber im Downhill ist sie sehr erfahren und unschlagbar. Das hätte ich nicht mehr geschafft (die 1. Frau wurde von ihr kurz vorher noch einkassiert)

Ankunft am Samstag: Wetter Mist, Stimmung super.
Das obligatorische “Pre-Race” Eis musste trotzdem sein🍦 #Eismachtschnell 💥 und rechts #happyAnja im Ziel


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