05.10 Jahresrückblick

Ein phänomenales Jahr 2015 geht sportlich zu Ende. Hier meine offene private und sportliche Zusammenfassung 🙂

Januar/Februar: Toller Start in das Jahr
Begonnen hat es prima mit einem Trainingslager im T3 auf Teneriffa. Ich kam gut in Form, fühlte mich pudelwohl, die Trainingsleistungen versprachen eine sehr gute Saison. Ein erster Wink war der Faschingslauf in München über 10km, bei welchen ich in 40.02min einen super 2. Platz – zwischen hervorragenden jungen Läuferinnen – einheimsen konnte! Hieß es noch am Start: „Tja Anja, sorry, aber die ersten beiden Plätze sind schon mal weg“. Ohne mich !
Seit Anfang Februar bin ich in Teilzeit bei einer ortsansässigen Firma, ohne große Fahrtzeiten, angestellt, wo ich richtig viel Spaß habe und wo vor allem meine lange berufliche Erfahrung sehr geschätzt wird. Besser geht’s nicht.

März-Mai: Die Talfahrt
Tja, was allerdings dann kam, wünsche ich per se einfach mal niemanden, dennoch muss man solche Dinge erfahren und durchmachen. Sie machen reicher, stärker und haben dann am Ende doch irgendwo wieder ihr Gutes („everything happens for a reason“). Angefangen hat die „Pest“ Ende Februar eher von technischer Natur; mein Mitteldistanzrennen in Dubai musste ich (zum ersten Mal) aufgeben. Ich will niemanden etwas Böses, doch überrascht mich in diesem Sport rein gar nichts mehr. Im Nachhinein wurde zu 90%-iger Wahrscheinlichkeit bestätigt (durch genaue Untersuchung), dass das Loch in meinem Laufrad willentlich herbeigeführt wurde. „Aufstehen, Krone richten und weiter geht’s“; dafür hatte ich privat eine ganz tolle Zeit in den Emiraten.

Daheim angekommen ging es dann körperlich los. Eine insgesamt 12-wöchige Odyssee, dazu ein absolut mentaler Tiefschlag.  Die Details möchte ich zum jetzigen Zeitpunkt ersparen, kann man gerne nochmal nachlesen (15.04 und 08.05).  Was habe ich in dieser Zeit gelernt: Wir jammern alle auf sehr, sehr hohem Niveau. Hin und wieder auf das wirklich wichtige im Leben besinnen: Und dazu gehören echte FREUNDE, welchen ich ganz besonders danken möchte, da sie mir in dieser Zeit enorm nahe standen und mir – egal wie schräg ich drauf war – geholfen haben: Meine beste Freundin Jule, mein bester Freund Jörg und natürlich – wie immer – meine Mama! Man bleibt halt immer Kind und ihre Sorgen und Ängste um die Kamikaze Tochter will ich nicht teilen. Dazu gesellt sich natürlich meine Trainerin Wenke, die immer wieder sehr viel Geduld mit mir hatt, ein enorm hohen Grad an Empathie besitzt und durch einen – mal wieder – perfekten Trainingsplan, den ich noch perfekter einhalte, die Form herbei- bzw. zurückführte.
Jörg war es im Übrigen dann auch, der mich an meinem ersten Einstiegstrainingswochenende (Pfingsten) besuchte und begleitete! Ach ja, und Jule kommt mal eben schnell mit dem Zug aus Marburg für ein Sonntagsfrühstück nach München und fährt dann am gleichen Nachmittag wieder heim. Muss ich noch mehr zum Thema „Freunde“ sagen?? Beide waren dann auch in Wiesbaden bei der EM mit von der Partie und haben mir sehr, sehr geholfen, diesen Erfolg einheimsen zu können !!

Juni-Oktober: Noch nicht ganz greifbar …
Nach dem Motto „schauen wir halt mal, was geht“, ging die Wettkampfsaison los. Dass das erste Rennen gleich mit einem Gesamtsieg endete, war noch irgendwie Traum;  dann der Deutsche Meistertitel über die Sprintdistanz in Ingolstadt (AK);  dann, dann, dann. Die Berichte habt ihr ja vielleicht gelesen. Hier eine Übersicht des Ganzen (AK – in Klammern Gesamtplatzierung):

1. (2.) Faschingslauf München 40.07min 10k
Gesamtsieg Stadtlauf Augsburg 10.5km 42.33 (15. Platz m/w)
1. (12.) Triathlon Ingolstadt – Deutsche Meisterin Sprint (AK35)
Gesamtsieg
Triathlon Bad Tölz (Kurz)
Gesamtsieg Triathlon Königsbrunn (Sprint)
je 5. (21./27) ETU Europameisterschaft Genf (Sprint & Kurz)
Gesamtsieg Alpseelauf Immenstadt 25km (Streckenrekord)
3. (25.)
Ironman 70.3 Wiesbaden – EM Mitteldistanz mit Quali für die 70.3WM 2016 in Australien
10.000m
Bahnlauf Innsbruck 39.46,47min (neue Bestzeit)
3. (6.) Powerman Zofingen (Duathlon Kurzdistanz)
1. (3)
3-Länder Marathon Bregenz

Fazit
Was soll ich sagen? Ja, ich genieße diese Hammer-Saison, vor allem aber die sehr konstanten Leistungen und die Fähigkeit, diese zum richtigen Zeitpunkt abrufen zu können. Dazu bin ich glücklich über meine berufliche und private Situation und dieses geniale Gefühl “anzukommen“. Lange hat’s gedauert. Vor einige Jahren sagte mir mal ein Freund “es dauert genausoviele Jahre wieder anzukommen, wie man weg war”. Damals milde belächelt. Jetzt kann ich es nur bestätigen. Ich war 8 Jahre im Ausland, jetzt, nach knapp 5 Jahren Rückkehr lenkt sich alles in die Bahnen und mein 2. großer Lebensabschnitt schreitet sehr positiv voran. Dazu passt es dann wohl auch, das zum elitären Kreis der genannten wichtigen Person seit wenigen Monaten mein Freund Manfred gehört. Vermeintlich, DAS  Erfolgsgeheimnis diesen Jahres und: “happy-hormons” stehen nicht auf der Nada-Liste 🙂 ♥ ♥ Ach ja, wir haben uns in meiner gesundheitlichen Talfahrt kennengelernt. So viel zum Thema „everything happens for a reason“.

Bin dann mal weg
Eure Anja

PS: nächstes Jahr habe ich auch wieder einiges vor, mit ein paar Änderungen, den Ausblick dazu gibt es in ein paar Wochen. Jetzt erstmal Erholung und Regeneration von der Saison und der OP.

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