05.10. Saisonfinale Marathon

Sparkasse 3 Länder Marathon am Bodensee

Laufen ist meine Leidenschaft und daher bietet sich ein Marathon als Saisonfinale gerade an! Natürlich nicht ohne Ziel: Basierend auf dem letzten Ergebnis (Frankfurt 2013 – 3.14h) und meiner Leistungssteigerung in diesen beiden Jahren habe ich mich mit meiner Trainerin auf eine Zielzeit von 3.07,45h geeinigt, was einem durchschnittlichen km-Tempo von 4.27 Minuten entspricht.

Ja, top-fit war ich, nach dieser Saison! Die Form stimmte, aber wie es der Teufel so will, fegte 8 Tage vor dem Lauf ein Tsunami in Form eines Infektes über mich hinweg. Erst einmal ein Totalausfall für 24h! Da ich glücklicherweise über ein sehr gut funktionierendes Immunsystem verfüge, habe ich mich von diesem rasch erholt, bereits am Montag ging es mir deutlich besser. Doch kamen im Laufe der Woche einige Nachbeben auf, dazu einige Aufregungen im Rahmen der OP-Vorbereitung (geplante Nieren-OP am 07.10), noch am Freitag war die Stimmung wieder am Tiefpunkt angelangt und ein Start in weite Ferne gerückt 🙁 Nach dem kurzen „warm-up“ Lauf am Samstagmorgen beschloss ich aber dann, „nichts, rein gar nichts mehr soll mich jetzt noch stoppen!“ Auch wenn ich urplötzlich – nach kurzer Belastung – mit sehr heftigen, nie dagewesenen Knieschmerzen zu kämpfen hatte. Und wenn ich Schmerzen mal ausdrücklich zur Sprache bringe, dann sind es wirklich welche! Zum Verrücktwerden, diese Woche vor dem Marathon.

Nun gut, Sonntag 04.10, Raceday war gekommen, top motiviert (dank der unzähligen lieben Worten von vielen Menschen), mit viel Liebe getaped und gut gelaunt ging es nach Bregenz. Nach der Startnummernausgabe von dort mit dem Schiff zum Startpunkt auf die Lindauer Insel und pünktlich um 11.10Uhr wurden wir bei Kälte und strömenden Regen auf die 42,195km lange Strecke durch  Deutschland, Österreich, Schweiz geschickt. Nach dem Motto, „nur“ noch 42.2km und dann ist diese Wahnsinns-Saison vorbei, stürzte ich mich ins Vergnügen, das leider nicht wirklich lange vorhielt.

Die Knieschmerzen, die ich versuchte zu ignorieren, kamen wieder pünktlich bei km3, wo mich auch mein Begleitradler als „3. Frau“ in Empfang nahm. Damit hätte ich bei diesem doch nicht ganz kleinen und internationalen Event nicht gerechnet. Ein Podiumsplatz in Sichtweite, auch wenn noch 39km zu laufen waren. Konditionell fühlte ich mich (die ganze Strecke) super, die ersten 30km konnte ich meine Pace von 4.27min/km perfekt und rhythmisch halten auch wenn die Schmerzen überproportional zunahmen. Bei km 32 wurde die Instabilität im Knie so schlimm, das ich zeitweise mehr gehumpelt und weggeknickt, als locker gelaufen bin. Das meine gewünschte Endzeit von 3.08h weg war, war Nebensache. Die Entscheidung aufzugeben oder den 3. Platz mit einem „safety run“ zu retten, war enorm schwierig, fiel dann aber mit einem „das ziehst Du jetzt durch!“; die mentale Stärke passte mal wieder und die Sonne schien auch wieder…

Fazit:
Klar war ich trotz des 3. Gesamtplatzes über eine 3.14,52h erstmal enttäuscht, weil es unter meinen Erwartungen und unter meiner Leistungsfähigkeit ist. Aber so ist das im Sport, der Tag zählt; erging es nicht Anna Hahner letzte Woche in Berlin ähnlich? Ich bin keine Maschine und für eine knapp 39-jährige Frau, die den Sport auf diesem Niveau erst seit knapp 4 Jahren betreibt, eine sehr respektable Zeit. Und dann noch im Kontext der soliden Topleistungen dieser Saison! Ergo: Alles gut. Hier geht’s im Übrigen zum Saisonrückblick! Lohnt sich, das vermeintliche Erfolgsgeheimnis wird gelüftet 🙂 >3
Und das Knie: Erste Untersuchungen sprechen für nichts Gutes, gehen „geht gar nicht“. Nachdem ich aber ab Mittwoch eh im Krankenhaus bin, erspare ich mir ein MRT. Sollte es nach den nächsten 3-4 Wochen Rekonvaleszenz nicht besser sein, muss man weitersehen.

Montage Anja

Anja Kobs siegerehrung. Anja Kobs helmut5

 

 

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