09.07. Engadin Radmarathon

Es geht Schlag auf Schlag; die Wettkampfsaison „in full swing“ 🙂

Wieder zog es mich in „meine“ geliebte Schweiz zu meinen geliebten Bergen um unter anderem den Bernina, Flüela- und Albulapass zu „erschlagen“. So waren in diesem Radmarathon  211km mit knapp 4000 Höhenmeter zu absolvieren 🙂

Engadin_Radmarathon_KarteWieder die gleichen Fehler?
Nein, bei diesem Rennen gelang mir, entgegen dem Debüt in Radstadt, eine bessere Einteilung der Kräfte und ein besserer (nicht perfekter!) Gruppenanschluss, dennoch waren die Berge alleine zu fahren. Im eigenen Tempo. Mit den eigenen Gedanken. Am Flüela (13km – 900HM) hat es mich zum ersten Mal so zerrissen, mir war schlecht, hatte Halsweh, war mit der Gesamtsituation unzufrieden und zog ein „DNF“ in Erwägung. Die Gradwanderung zwischen „Schade Deinem Körper nicht“ und „Reis Dich zusammen, Du bist nicht aus Zucker“ ist eine sehr schmale. Wie sollte ich in der Verfassung noch den Albula (24km – 1200HM) hochkommen? Nun gut, Anja entschied sich nach ihrer bockigen Phase mal wieder für’s kämpfen, auch wenn ich meine anvisierte Zielzeit von 9 Stunden irgendwo unter ferner Liefen sah!

Die Wetterlotterie und die liebe Zeit
Im Hochgebirge ist das Wetter manchmal eine reine Lotterie. So, auch bei uns. Der Regenradar für das Engadin und Teile Italiens war nicht wirklich vielversprechend, aber wir hatten mehr oder weniger Glück. Erst am Albulapass erwischte es mich im wahrsten Sinne des Wortes „Volle Kanne“ und bei Starkregen legte ich eine kurze Pause ein, dachte dann aber an die wackeren Kämpfer der Tour de France und dass ich kein Fußballer bin und so fuhr ich weiter. Das Tempo habe ich auf der glitschigen Abfahrt entsprechend angepasst, ja nix riskieren, denn das Ziel in Zernez war in „Sicht“, welches mich dann nach 8.39h als 16. Frau wieder hatte.

Extrem genial waren die letzten 20km von La Puent-Chamues, die ich noch so im 40er Schnitt dahingeflogen bin. Zwar leicht abschüssig, aber alleine 🙂 Beim nächsten Mal nehme ich mir aber auch einen Wasserträger (d.h. Mann) mit, der an den Verpflegungstellen vorfährt und somit keine wertvolle Zeit verloren geht 🙂

Die Gesamtzeit ok für mich, insgesamt aber eher durchschnittlich und nix für Purzelbäume 🙂 Einziger Trost: Von den 15 (Pro-)Damen vor mir waren 12 (weitaus) jünger und insgesamt waren auch nur 31 Damen unter 557 Männer über die lange Distanz (es gab noch 97km) am Start. Mädels, was los?!  Ergebnisse

sportograf-103188644Fazit:
Mit der Soloradleistung kann und muss ich zufrieden sein, gegen die langjährigen Cracks habe ich aber keine Chance. Der Aufwand wäre zu groß, da ich erst seit 2012 auf dem Rad sitze und außerdem laufe ich einfach zu gerne und habe zudem einfach Glück, das bei  mir das Zusammenspiel der Rad/Laufkomponente (sog. “Koppel”) so prima klappt. Mein „Ausflug“ in die Radwelt, war und ist super, ich fahre sehr gerne Rad, kompetitiv werde ich aber wohl dem Multisport erhalten bleiben, auch wen ich den Radsport, seine Athleten und die Würdigung der Leistungen authentischer und „leiser“ finde, wie z.B. beim Triathlon. Meine persönliche Meinung!

Stay tuned 🙂

Mehr Fotos in meinem “Summits 2017” Album.

PS: Gesundheitlich alles prima, war am Montag einfach nur etwas müde 🙂

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