08.03. Wettkampfpause

Hallo zusammen,

da ich mich als einen sehr pflichtbewussten, offenen und ehrlichen Menschen einschätze, halte ich es für Nötig, all denjenigen, die immer zu mir halten und meine Erfolge mit mir feiern, mitzuteilen, dass ich erstmal für längere Zeit keine Berichte mehr schicken werde. 😘 Uff, der Satz war schon mal lange🤣.

Anfang Februar hatte ich zuletzt ein Verletzungs-Update berichtet  und dass man einen Bandscheibenvorfall (BSV) unmittelbar nach der „erholsamen“  Saisonpause als „belastbare Diagnose“ für meine Probleme herangezogen hat.

Many Good, few bad News – aber nix zu kaufen
Es wurde auch besser und während ich bei unzähligen Langlauf-Morningsession die Höhenluft der Berge genossen habe, konnte ich mir wirklich eine super Form antrainieren;  ich kann halt „nur“ nicht vernünftig gehen, geschweigen denn laufen und habe seit knapp 3 Monaten bei jedem einzelnen Schritt Schmerzen im rechten Bein, teilweise nicht lokalisierbar und in Art und Ausprägung hanebüchen.Das ist einfach nicht gut🤓.
On Top hatte ich dann diese Woche einen Rückfall und das Beschwerde- und Diagnosebild ist nach wie vor in Art und Ausmaß konfus, nein hanebüchen und manchmal auch nicht unbedingt mit dem BSV in Einklang zu bringen, aber sie sind da. FAKT!

Da bringen mich noch nie dagewesene Zeiten beim Schwimmen und Wattwerte beim Radfahren jenseits der magischen 5 pro kg Körpergewicht  auch nicht weiter!

Vor zwei Wochen dann leider noch ein einen übler Sturz beim Langlauf: in der Abfahrt hat es mich hart auf die Seite gelegt; natürlich auf die Rechte… 🤦‍♀️ Ein fetter Bluterguss am Traktus und eine Zugabe an Schmerzen waren das Resultat. Ich sag jetztad nix….

 

 

 

 

 

 

„Hochfliegen heißt fallen in die Tiefe, ohne große Opfer gibt es keine Siege”.
Daher habe ich – ohne Wenn und Aber, ich eiere nicht rum –beschlossen, erstmal die Reisleine zu ziehen und nicht weiter an einer Saisonplanung zu arbeiten. Dies passiert im Leben eines jeden Leistungssportlers, das er mal in eine Sackgasse gerät und nicht mehr weiter kommt. Sich einzugestehen, das man mal wieder fett auf die Fresse geflogen ist, ist der weitaus wichtigere Schritt, aber darin habe ich Übung 😬.
Bis dato hatte ich sechs äußerst erfolgreiche Sportjahre am Stück, wobei das Letzte ja auch schon sehr holprig gestartet, aber zum Glück dann noch sehr gut ausgegangen ist. Dieses Jahr hat es halt nicht mehr gereicht. Soll vorkommen, aber nicht weiter dramatisch.

Rausnehmen, Kopf frei bekommen und dann gucken was passiert
Nicht falsch verstehen: Ich gebe nicht auf, ich brenne weiterhin für meinen Sport, werde mich aber jetzt erstmal darauf konzentrieren herauszufinden, welches Rädchen in meinen 167cm falsch dreht und mich auf das übrige Training konzentrieren, bevor ich halbscharig an irgendwelchen Zielen festhalte.

Ich habe das Ganze kürzlich mit einem Auto verglichen; das verstehen die Deutschen meist am besten: Die Karosserie ist blitze blank, strahlt nach außen, der 200PS Motor schnurrt, ist stets gut versorgt, frisch geölt und heult schon für den Kick-Start auf. Nur die Krux an der Geschichte: die Reifen sind aufgeschlitzt und die nächste Werkstatt ist 1000ende km entfernt. Das Gefährt kommt nur sehr langsam und mit Bedacht vorwärts. Umso schneller man versucht zu fahren umso stärker werden die Felgen beansprucht und man fährt den Karren schlichtweg  und sprichwörtlich „In den Dreck“.

Ich wünsche Euch erstmal einen ganz tollen Start in den Frühling. Ich bin dann mal weg; “heute ist nicht aller Tage, ich komme wieder, keine Frage” 🐆  
„If you dream it, you can do it“

 

 

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