Rückblick, Ziele + 9 Monate

Die Weltmeisterschaft ist Vergangenheit, dennoch erinnert mich meine selbstgebastelte Collage in der Küche täglich an die tolle Erfahrung, wie die Form in den letzten 2 Jahren stetig gestiegen ist und ich doch schon einiges erreicht habe. Meinen beruflichen Erfolg habe ich immer irgendwie hingekommen und abgedroschen als „Pflicht“ abgestempelt; auf den sportlichen bin ich nun schon ein bisschen stolz, zumal ich mit Triathlon  erst im „zarten“ Alter von 35 Jahren begonnen habe 🙂

Meine erste ambitionierte Saison (2013) verlief schon ganz passabel. Ich konnte es nicht wahrhaben und brauchte immer noch einen Wettkampf um es mir zu beweisen; irgendwann sagte meine Trainerin dann zu mir „glaubst Du jetzt endlich mal, dass Du es kannst“? Prinzipiell ja, aber einer meiner Devisen ist:  „Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden“ (Sokrates)!

In diesem Sinne ging es in das Jahr 2014 und wie sollte es anders kommen, als gut? Nun gut, die Philosophie alleine brachte mich nicht weiter: Ich habe diszipliniert trainiert, vernünftig regeneriert und (fast immer) Spaß dabei gehabt. Die Früchte wurde in zahlreichen Altersklassensiegen und (Gesamt-)Platzierungen über eine konstant verlaufende Saison geerntet;  meine drei Mitteldistanzen (Ironman Mallorca, Schweiz und Kanada) mit fast annähernden Zielzeiten (Übersicht) – unter der Berücksichtigung, das kein Wettkampf unmittelbar verglichen werden kann!

So, alles Tipp Topp und wie geht es weiter? Mein langfristiges Ziel für die nächsten Jahre ist ganz klar: Auf der eine Seite eine gute Altersklassenathletin werden, die nicht nur regional, sondern auch auf europäischer Ebene mitmischen kann – und will 🙂 Zum anderen möchte ich den Triathlon als “Gesundheitssport” auf Breitensportbasis und in der Jugend fördern. Letzteres werde ich – neben bem Wintertriathlon – in weiteren beruflichen Projekten angehen. Wie war das nochmal „vom Hobby zum Beruf“?

Jetzt aber erstmal die Saison 2015: In den kommenden 9 Monaten werde ich mich auf meine erste Langdistanz vorbereiten, welcher aller Voraussicht nach am 28.6.15 beim Ironman France in Nizza stattfinden wird. Vorbehaltlich deswegen, weil ich erst dann an den Start gehen möchte, wenn ich das Gefühl habe, 226km in einer soliden Zeit und mit guter Platzierung absolvieren zu können. Halbe Sachen gibt’s nicht! Gerade der Aufbau der Radform bedarf jahrelanger (Kraft-)arbeit; das habe ich gerade in Kanada wieder zu spüren bekommen. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass ich das schaffe, weil es mein Wille und mein Ziel ist 🙂 Der “Kopf” ist und bleibt Dreh- und Angelpunkt beim Dreikampf!

col de ecre bw

*)

Bis dahin wird es einige Trainingswettkämpfe geben,  in 2014 noch den ein oder anderen Lauf, sowie die Erstaustragung der Challenge Bahrain am 6.12.14 (Mitteldistanz). Mit/vom König selbst ins Leben gerufen und mit der einzigartigen Möglichkeit auf dem Formel 1 Kurs zu „racen“. Was für eine Erfahrung !
Der Plan für 2015 folgt 🙂

Bis bald, Eure Anja

*) Höchster Punkt beim Ironman France. Der Col de L’Ecre. Von Meereshöhe geht es hoch auf ca. 1200 Meter

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