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Wie Du aus meinem Bericht nach „D-Day“ weißt, war die Prognose vor über 3 Monaten: „Mit diesem Knie werden Sie nicht mehr laufen“. Eine OP stand im Raum.

Kurz war ich auf dieser Spur. Dann habe ich mich gefangen.
Mein Plan war sehr bald ein anderer. Nicht mehr fremdbestimmt.

Die Situation habe ich angenommen – und gleichzeitig die Verantwortung für meinen eigenen Weg übernommen.

Ich habe immer an mich geglaubt und mir vor allem eines gelassen: Zeit und Geduld.
9 Wochen nicht gelaufen, aber konsequent gearbeitet. Rund 20 Stunden pro Woche. Unterstützt hat mich dabei auch ultraSports.

Heute laufe ich wieder.

Es ist noch viel zu früh für eine Prognose, aber damit bin ich bereits einen großen Schritt weiter.
Für den Aufbau lasse ich mir nun mindestens genauso viel Zeit. Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
Und ich bin auch keine 30 mehr, bei der körperlichen Regeneration nebenbei passiert.

Was mir in dieser Phase zusätzlich geholfen hat: die Kraft der Gedanken.
Ruhe im Kopf. Klare Visualisierungen – keinerlei Zweifel.
Das Gehirn kann nicht zwischen Realität und Vorstellung unterscheiden und der Körper folgt oft dem, was wir ihm vorgeben.

Im Friaul habe ich mir das vor kurzem selbst bestätigt.
12 km, 900 Höhenmeter – inklusive Downhill. Gerade dort wirken die exzentrischen Kräfte am stärksten.

Der Weg ist noch nicht zu Ende – aber er ist wieder meiner.