29.04.- Dt. Meisterin Duathlon

Und plötzlich war sie da: Die Saison 2018 auf welche die Vorbereitung zum ersten Mal richtig bescheiden lief. Ich konnte zwar 6 Wochen zuvor beim 10km Lauf in Olching mein Gemüt etwas beruhigen, aber die Schmerzen des „genervten Sitznerves“ sind leider immer noch so ganz gebändigt.

Über Hard- und Software
So reiste ich zwar mit großer Vorfreude zum ersten wichtigeren Wettkampf des Jahres, aber doch noch mit etwas faden Beigeschmack, zumal ich gerade in der Wettkampfwoche einen „schmerzlichen“ Rückfall erleiden musste (es sind jetzt 6 Monate!). Der Dieselmotor a.k.a das HKL-System war mehr als fit, aber ob das in die Jahre gekommene Fahrgestell nicht rostend zusammenfiel, war ungewiss

Die Deutschen Meisterschaften beim Duathlon Alsdorf (70km westlich Köln) sind Teil der Powerman-Serie, bei welcher ich vor 8 Monaten in der Schweiz über die Langdistanz einen tollen Erfolg feiern konnte 🙂 Heute ging es „nur“ über die Kurzdistanz (10km Lauf, 40km Rad, 5km Lauf) zur Sache und das Streckenprofil war im Prinzip flach (Lauf:  ~ 75HM, Rad ~ 240 HM), zum Saisonauftakt gefiel mir so eine „Laktatdusche“ *) ganz gut.  Immerhin möchte ich in 2 Wochen einen Marathon laufen 🙂

Deutschland sucht seine Meister
Um 13.30Uhr fiel der Startschuss zum Auftaktlauf über den Rundkurs von 4 * 2,5km. Ich versuchte, mich nicht um meine Konkurrentinnen zu kümmern, sondern einfach „mein Ding“ zu machen, denn die Konkurrenz der 40-44 Jährigen war machbar, aber beachtlich: die Vorjahressiegerin sowie die Deutsche Vizemeisterin über die Duathon-Langdistanz waren am Start. Und – unter anderem – eine Vizeweltmeisterin 🙂 🙂
In unserem Sport sind allerdings direkte Vergleiche über Wettkämpfe hinweg nicht wirklich möglich, ich bin aber nicht unbedingt 650km gefahren um mir die Holzmedaille abzuholen. So ging ich mit Respekt und dem Versuch, den Nerv auszublenden, an den Start. Ich bin hier, ich trete an und es wird keine Ausreden und Kompromisse geben. ATTACKE !!

Run-Bike-Run
Das Ziel für die ersten 10km war eine Zwischenzeit von rund 41.40min, was mir mehr als gut gelang (39,46min für 9,8km), als ich als 6. Frau in die 400 Meter lange Wechselzone lief!

Duathlon ist brutal. Härter wie Triathlon und so dachte ich mir auch beim heutigen Wechsel aufs Rad (wie in Zofingen): „eigentlich könnte ich jetzt grad wieder aufhören 🙂 Die folgenden 40 km (6 Runden a 6,6km) waren richtig Fun, mir ging es sehr gut. Die ersten 3 Runden fuhr ich sehr verhalten, trotz der ständigen Wenden und dem „Eck“ durch die Stadt mit ca. 35km/h. Runde 4 & 5 drückte ich nochmal auf die Tube (37km/h), damit ich mich in Runde 6 auf den abschließenden Lauf vorbereiten konnte. Ich wurde von nur 2 Damen überholt und konnte den Vorsprung auf die Nachhut während diesem Split ausbauen!

Nachdem Rad hatte ich eine Zwischenzeit von insgesamt 1.43h (Radsplit: 1.04,99h), was weitaus besser war, wie ich mir erhofft hatte (1:57h). Wahooo!  So ging es zurück am Denkmalplatz in Alsdorf – beflügelt –  für 5km nochmal in die Laufschuhe, welche ich dann relativ gechillt in 20.43 min absolvieren konnte. Mit einer Gesamtzeit von 2:07h, dem 7. Platz Gesamt (von 72) und dem DEUTSCHEN MEISTERTITEL (AK40 – 11 Starterinnen) bin ich mega happy und DANKBAR!!! Doch keine Holzmedaille und die Karosserie hat auch gehalten, irgendwie 🙂 Ergebnisse

LG, Eure Anja
Next Stop: 13. Mai Regensburg Marathon 🙂

 

*) So bezeichnen wir Sportler Einheiten, bei welchen man „all-out“ einfach „nur“ rennt und radelt, wie wenn es kein Morgen geben würde 🙂

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