27.10. Frankfurt Marathon

Da bereitet man sich wochen- wenn nicht sogar monatelang auf solch ein Event vor und dann ist es nach 42,195km bzw. 3 Stunden und 6 Sekunden auch schon wieder vorbei. Hart gekĂ€mpft, Grenzen ausgetestet und den Körper ein ums andere Mal mit meinem Kopf ausgetrickstđŸ€—.

Dabei war ich 14. Frau meiner Altersklasse (von 389) und 77. Frau Gesamt (von 2363) und habe meine persönliche Bestzeit innerhalb nur eines Jahres ĂŒber 14 Minuten verbessert👌! Ein Lauf aus der Rubrik „WundertĂŒte“, mit etwas Pech am Schluss, aber der auf Nothilfe angewiesene Patient wird dankbar sein❀.

Zum sportlichen spÀter, jetzt erstmal das wichtigste:

Ziel EUR 1.000 – IST:

EUR 2.060 ist bis dato der erlaufene Spendenstand. Ich danke allen 8 Spendern (+ meine Mum) 💐fĂŒr ihre Bereitschaft den ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst der Caritas FĂŒrstenfeldbruck zu unterstĂŒtzen, um aber auch das Thema Hospizarbeit im Allgemeinen in den Fokus der Öffentlichkeit zu legen.

Besonders hervorheben möchte ich hierbei die GebrĂŒder Bauernfeind GmbH aus Alling, die mit EUR 1.000 den grĂ¶ĂŸten Beitrag geleistet haben. Heinz & Karl-Heinz, vielen lieben Dank an Euch!! 

Mich erreichten einige positive RĂŒckmeldungen, auch von denjenigen, die sich anderweitig sozial engagieren. Es gibt viele tolle (ehrenamtliche) Projekte, die alle ihre Aufmerksamkeit verdient haben. Egal was, entscheidet ist, das wir im Rahmen unserer Möglichkeiten etwas tun, um dem sozialen Missstand in unserem Schlaraffenland entgegenzuwirken.

Bis 04.11 darf fĂŒr diese Aktion noch gespendet werden (Details am Ende). Ich freue ich, am 05.11. zusammen mit dem Schirmherr der Veranstaltung, Herrn Landrat Thomas Karmasin, den Scheck ĂŒbergeben zu dĂŒrfen 😎.


Das sportliche: Der menschliche Wille kann Berge versetzen – Glaubt an Eure Kraft🏔

Wie kĂŒrzlich schon erwĂ€hnt, war das Ziel eigentlich „nur“ persönliche Bestzeit, welche aus 2013 stammt und letztes Jahr mit 3.14,31 Stunden bestĂ€tigt wurde. Nachdem die Vorbereitung super gut lief, haben wir meinen jahrelange Traum, den Marathon unter 3 Stunden zu laufen, von „Wien 2020“ auf „Frankfurt 2019“ vorverlegt. Allerdings erfasste mich ein ErkĂ€ltungsstreifschuss vor rund 3 Wochen und bis zum Marathonsonntag spĂŒrte ich teilweise heftige körperliche Krankheitssymptome, die einfach nicht besser wurden. Die Ausmaße dieses emotionalen Feuerwerks gingen sogar soweit, dass ich am Samstag – in grottiger Verfassung – Teile meiner Tasche wieder ausgepackt hatte bis mein Wille siegte und sagte:

“Das ist Dein Traum und Du wirst nie wissen, ob Du es geschafft hĂ€ttest, wenn Du es nicht wenigstens probierst.”đŸ‘»

So fuhr ich los, mit der festen Überzeugung nach 200km wieder umzukehren. Am „Race Day“, aufgewacht wie ein Zombie mit verquollenen Augen, schrieb ich noch einem Freund: „bis km15 probier‘ ich es“, dann steig ich aus. Seine Antwort: „15km? 42,195km!“ 
 Und das Wettkampfbiest war endlich erwacht!!!😈

„Der Geist regiert den Körper“

Jetzt werden viele denken: Das ist ja Raubbau was die hier macht. Ja, sorry, ist jegliche Form des Leistungssportes, ebenso aber auch ungesunde Lebensweise!! Was ich aber aus eigener Erfahrung weiß, ist die Tatsache, dass die Psychosomatik eine entscheidende Rolle spielt, d.h. das psychische Auslöser enorme körperliche Reaktionen hervorbringen können (hier: Druck, Aufregung, etc.). Ich war seit 3 Jahren nicht krank, warum sollte ich jetzt ĂŒber 3 Wochen an einer simplen ErkĂ€ltung laborieren? Ein Arztgang oder Ruhe machen es nicht besser. Grenzen existieren nur im Kopf! (Voraussetzung: man hat keine terminale Krankheit)

Meine letzten 42.195 Meter der Saison

Ich lief los und hatte dabei immer 2 ganz wichtigen Aussagen im Kopf: a) die meines Trainers, der sagte, „sehe es als lockeren Trainingslauf“ und b) die meiner Mutter: „glaub an Deine StĂ€rke: Deinen Willen“.
Trotz vermeintlich körperlicher Defizite lief ich das Tempo auf 02.59,59 Stunden los (4.15min/km), wohlwissend, dass es irgendwann krachen kann. Die Km verflogen, diverse Mantras liefen im Kopf und nach 2 Stunden zĂ€hlte ich nicht mehr die km, sondern schlicht und einfach die 59 Minuten bis zum Ende: „Anja, das ziehst Du jetzt durch“.🙈 Ich musste ab km 35 dann aber hart arbeiten, bei mir bleiben und meine Grenzen austesten. Das war dieses Mal wahrlich kein Spaziergang. „Verloren“ habe ich die 6 Sekunden bei km39. Ein „Totalausfall“ mit 4.42 Minuten fĂŒr den Kilometer, konnte mich aber auch hier wieder fangen! Etwas Pech kam dann aber auch noch dazu:

6 Sekunden fĂŒr die Menschlichkeit

Kurz nach km41, total am Anschlag, mussten wir stehen bleiben (es wird plötzlich alles schwarz…), weil ein Rettungswagen die Straße passieren musste. Ist zwar Ă€rgerlich, aber diese max. 5-8 Sekunden können Leben retten! Ich musste mit ansehen, wie sich LĂ€ufer (die das gleiche Ziel hatten wie ich), gegen RettungskrĂ€fte durchboxten. Mir fehlt hier jegliches VerstĂ€ndnis, diese Herren sollte aus unsportlichem Verhalten zur Kasse gebeten werden.

13.00,06 Uhr – Das Werk war vollbracht. Mein Traum (mehr oder weniger) erfĂŒllt, richtig fertig aber glĂŒcklich.  Wien 2020 kann kommen. đŸ„ł

#ifyoudreamityoucandoit

Ergebnisse: https://live.frankfurt-marathon.com/2018/

Eure Anja

Meine Verpflegung 😅:


SPENDENKONTO/ONLINE-LINK
Caritas MĂŒnchen-Freising e.V.
Bank fĂŒr Sozialwirtschaft MĂŒnchen
BIC BFSWDE33MUE
IBAN DE30 7002 0500 8850 0007 08
Verwendungszweck: Kostenstelle
416 180 Hospiz (bitte unbedingt angeben)

Oder Alternativ (und anonym) ĂŒber diese SPENDENSEITE

Zieleinlauf Frankfurter Festhalle

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