07/08.05: DM 10.000M / Duathlon Krailling đŸ„‡đŸ„‡

Lesezeit: 4 Minuten
Update: 09.05.22


Nach dem Wien-Marathon hatte ich nicht mal einen Muskelkater… 🙈 Schnelle Regeneration ist u.a. Teil eines ausgeklĂŒgelten Trainings- und Lebenskonzepts😄. Auch wenn ich nicht wusste, wie meine Beine die Distanz und Belastung weggesteckt haben, entschied ich mich spontan (vor einer Woche), doch die Deutsche Meisterschaft ĂŒber 10.000m in Pliezhausen (Ba-WĂŒ) zu laufen. Das Ergebnis der “Bayerischen” von vor 6 Wochen war vielversprechend, als ich die 25 Runden nahezu mit Leichtigkeit in 37.45,16 (Bestzeit) lief.
Eigentlich wollte ich am heutigen Sonntagnur” den Duathlon in Krailling ĂŒber die Kurzdistanz absolvieren, durch die PlanĂ€nderung wurde es dann die Sprintdistanz . “Doppelstarts” sind fĂŒr mich als universale Ausdauerathletin nichts ungewöhnliches mehr und die “KĂŒrze” der beiden Rennen ein perfektes Training fĂŒr die anstehenden WochenđŸ’Ș.

Deutsche Meisterin 10.000m (W45) – “Wer nicht wagt, der nicht gewinnt” !


SelbstverstĂ€ndlich war aber das gestrige Rennen mit 150% im Hauptfokus. Solch ein Lauftitel fehlte im Übrigen noch in meiner illustren Sammlung😅 und eine Meisterschaft ist per se immer eine ganz großartige Erfahrung mit toller Stimmung. Abends lief dann die Elite, da war ich aber schon wieder daheim in Vorbereitung auf heute…

Die Bedingungen waren beim Start um 13.45Uhr nicht wirklich prickelnd: Mit ĂŒber 20C zu warm, dazu ein spĂŒrbarer Wind, so das wir im 200 Meter Wechsel eine Mischung aus Sauna und Kampf hatten. In meinem “Heat” der W35-W50 starteten 14 LĂ€uferinnen, aufgrund der gemeldeten “Start = Qualizeiten” hat man einen guten Überblick ĂŒber seine Konkurrenz. Bei mir war es die gleichaltrige Silke Schneider (NRW). Sie qualifizierte sich mit 37.11,00, was verglichen zu mir nochmal eine richtige Hausnummer ist, allerdings haben solche Meisterschaftsrennen andere Gesetze: Zum einen kann “Frau gegen Frau” FlĂŒgel verleihen, zum anderen wird viel taktiert…

Nichtsdestotrotz lief ich die ersten 5 entscheidenden Runden in meinem Tempo (91-92” auf 400m) an, um den Rhythmus zu finden und nicht zu frĂŒh mentale und körperliche KrĂ€fte liegen zu lassen. Ich konnte mich sogar nach 2000 Meter an die Spitze setzen, wurde dann aber nach 2 Runden vom W35 Duo ĂŒberholt, die fĂŒr die restlichen 7km gemeinsame Sache machten. Und ich ?

Alleine auf weiter Flur zog ich meine Runden, die ersten 3km noch in 3.49/3.50min/km. Dann musste ich die beiden MĂ€dels ziehen lassen, lief weitere 2km in 03.55 und den Rest dann knapp ĂŒber 4 Min pro km. Und Silke? Die musste noch viel frĂŒher abreisen lassen.

Andreas rief mir nach der HĂ€lfte zu: 100 Meter Vorsprung (ca. 20 Sekunden), ich war aber weiter auf der Hut, wollte mich nicht ausruhen. Erst nach 9km, als ich Silke gegenĂŒber sah (300 Meter Vorsprung) war ich mir meiner Sache sicher 😅.

Nach 39.38,96 Minuten ĂŒberquerte ich als Deutsche Meisterin der W45 (und 3. Frau in diesem Lauf) die Ziellinie und kam sogar nochmal auf Schlagdistanz zu Tamara SchĂŒtz (W35), die am Schluss merklich einbrach. Die Zeiten waren aber durch die Bank schlecht: Die Siegerin, Stefanie Osthoff, lief vor 2 Wochen noch 37.03 Minuten ĂŒber diese Distanz und brauchte gestern 38.32’….

Aber egal, “ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss“😅 und bei Meisterschaften geht es ja so und so “nur” um die Platzierung đŸ’Ș

In meiner AK waren wir sogar zu viert, so dass der Titel dann auch irgendwie wĂŒrdig ist. Die W35 war mit 2 LĂ€uferinnen besetzt, ebenso die W40 (die ich virtuell auch fĂŒr mich entschied). Irgendwie schade, es gibt einfach zu viele Veranstaltungen und somit verlieren Meisterschaften fĂŒr mich an Wert. Dennoch bin ich stolz auf meine Goldmedaille, nur zwei Wochen nach Wien.

Ergebnisse (weitere Fotos am Ende)


Duathlon Krailling: Sprintdistanz Start-Ziel-Sieg

Diese kleine, aber feine Veranstaltung im heimischen Oberbayern wollte ich schon so lange mal machen und daher lies ich es mir nicht nehmen. Über die Kurzdistanz fand sogar die “Oberbayrische Meisterschaft” statt, aber das wĂ€re dann nach gestern zu viel gewesen. Auch ich muss mal vernĂŒnftig sein 😂

Jedenfalls war auch beim “Jedermann-Rennen” ĂŒber 5,1km laufen , 26km Rad und abschließend 2,8km laufen die Konkurrenz nicht zu verachten: Mit der 19 Jahre jĂŒngeren Helen Graf vom MRRC MĂŒnchen startete die Vorjahressiegerin, die ich dann ab Beginn im Visier hatte (von insg. 24 Teilnehmerinnen).

Um 9 Uhr hatte es ca. 11Grad, da man aber ab Beginn lĂ€uft ist das auch gleich vergessen. Ich stand irgendwie tiefenentspannt am Start und wollte einfach nur Spaß haben. Helen lief recht forsch los, ich hatte sie aber nach nicht mal 300 Metern eingeholt und lief mit einem konstanten Schnitt von 03.55m/km ein sehr flottes Tempo, das ich gut halten konnte. Da ich nicht genau wusste, wie schnell sie ist, war ich einfach gnadenlos.


Beim Ausgang aus der Wechselzone sah ich sie noch und dann kam aber fĂŒr mich ein kleiner Husarenritt, allerdings mit einem – im Nachhinein sehr lustigen – Schrecken: Durch die vielen 90 Grad Wenden (insg. 7) hat man die Konkurrenz sehr gut im Blick). Bereits bei der ersten Wende hatte ich 200 Meter Vorsprung auf Helen, baute diesen bei 3 schon auf 600 Meter aus. Aber dann, Wende Nr. 4 (Durchfahrt zur 2. Runde), war da plötzlich wieder eine Frau, ich hatte nur noch 100 Meter Vorsprung. Was war denn hier los? Ich fĂŒhlte mich plötzlich getrieben und prĂŒgelte… Lange Reder kurzer Sinn: Der junge Mann mit den langen Haaren hat mich ganz schon auf Trab gehalten. đŸ€Šâ€â™€ïž

Nach 01:13,18 ĂŒberquerte ich mich knapp 3 Minuten Vorsprung die Ziellinie und war mit meiner Leistung in dieser zusĂ€tzlichen Trainingseinheit mehr als zufrieden (obgleich der unfreiwilligen Jagt von hinten…).

Die Zeiten:
Lauf 1: 5,1km – 19.31min (03.56m/km)
Rad: 26km – 41.49min (37km/h)
Lauf 2: 2,8k – 11.57min (04.02min/k – exkl. Wechsel)

Ergebnisse



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.