01.07. Gornergrat Zermatt HalbmarathonđŸ„ˆ
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01.07. Gornergrat Zermatt HalbmarathonđŸ„ˆ

Update 07.07.2023 – Korrektur Serienwertung (Ende)


Und weiter geht die Reise der Golden Trail National Serie mit dem ersten Stopp in der Schweiz. Das dritte Rennen der Serie, nach den beiden ersten fĂŒhrte ich die Wertung an, habe aber gerade mit Emma Pooley, die Gewinnerin in Garmisch, eine starke JĂ€gerin an meinen Fersen (s. unten).

Nun gut, im SĂŒdschweizer Kanton Wallis auf 1.600 Meter ĂŒber dem Meer ging es ab Zermatt weitere 900 Höhenmeter auf den Riffelberg. Die Strecke hatte insgesamt mit “Höhen und Tiefen” 1.300 Höhenmeter ĂŒber 21.1 Kilometer. Wie geschaffen fĂŒr mich, da “Bergauf” bekannterweise meine StĂ€rke istđŸ”„.

PĂŒnktlich zum Rennen hörte dann auch der Regen auf, der sich am Vortag ausgetobt hat und mit 12 Grad bei bewölktem Himmel fast perfektes Laufwetter. Die Höhe machte mir nichts aus!

Fairer Wellen-Blockstart

Es war zwar ein Eliterennen der besagten Serie, insgesamt aber doch ein sehr großes Event mit ĂŒber 1.000 Athleten beim Halbmarathon (423w/629m). Dazu noch knapp 1.000 bei den weiteren Bewerben (Marathon, Ultra, Top 10). FĂŒr die 26 weiblichen Toprunner ging es mit den 75 mĂ€nnlichen Pendants um10.12 Uhr auf die Strecke, somit recht “fair”.
Die Meute folgte dann ab 10.15 Uhr in diversen Blocks. Die Veranstaltung ist im ĂŒbrigen der 3. grĂ¶ĂŸte Schweizer Bergmarathon (Quelle: Wikipedia / Eventhomepage). Die Organisation dieses Riesenevents war TOP!


Hart aber strategisch gut erkĂ€mpfter 2. Platz “am schönsten Berg der Welt”

Zu Beginn reihte ich mich mal wieder so um den 5. Platz ein, kannte bis auf Emma keine der Konkurrentinnen. Diese Platzierung hielt ich dann fĂŒr die ersten 4 km (Schleife durch Zermatt), da einige der Damen eine relativ hohe Grundschnelligkeit hatten. Gelassen wie ich bin, wusste ich ja, das meine Zeit am Berg kommt. Und so war ich nach knapp 1/3 der Strecke auf 4, Nr. 2&3 waren aber in Sichtweite. Je mehr wir in den ersten Anstieg (6km mit 600 Höhenmeter) kamen, desto kĂŒrzer wurde der Abstand und ich war mir relativ sicher, das es mindestens zu Platz 3 reichen sollte. Auch wenn ich nicht wusste, wie technisch die Passagen weiter oben waren.

So konnte ich mir sogar bei Sunnega (KM 11) den zweiten Platz vor der sehr schnellen und 22-Jahre jĂŒngeren Franzi Althaus sichern, sie holte mich aber dann im folgenden 2km Downhill Passage wieder ein und dann spielten wir ĂŒber die nĂ€chsten 6 Kilometer ein kleines “BĂ€umchen-Wechsel-Dich” Spiel. Allerdings, und jetzt kommt die Strategie, war Franzi nach meinem DafĂŒrhalten ziemlich am Anschlag, das merkte ich an der Atmung. Ich hatte mir hingegen das Rennen sehr gut eingeteilt und konnte vor dem letzten schweren Anstieg nach 18 Kilometer den Vorsprung peu a peu ausbauen und lies es mir natĂŒrlich “am Berg” nicht mehr nehmen! Ich hatte noch genug Körner.

Das ich dann nach 01.59,43 Stunden sogar noch unter der magischen Marke blieb, war der krönenden Abschluss. Der Streckenrekord lag bis dato bei “nur” 01.54,59, wurde aber heute von Emma (01.52,25) vernichtet😅. Die Altersklasse 45 gewann ich mit 18 Minuten Vorsprung. Franziska kam nach 02.00,51 Stunden ins Ziel.

Ergebnisse/Athletenstatistik

Ach; “DER” Berg: Also eine kleine Mimose ist das Matterhorn schon😅. Oft lĂ€sst er sich im Nebel nicht sehen. FĂŒr mich aber kurz nach km 10 als ich bei Sunnegga um die Ecke bog! WAS FÜR EIN ANBLICK. Atemberaubend schön, natĂŒrlich ohne Bild. DafĂŒr in meinem Kopf😍



Korrektur 07.07: Exkurs: Verteidigung der GesamtfĂŒhrung innerhalb der Serie / Punktevergabe

Der Gewinner bekommt 100 Punkte, der zweite 88, dann 74. Die Platzierungen reduzieren sich dann im 3er Schnitt. Es zĂ€hlen aber grundsĂ€tzlich nur die besten 2 Ergebnisse. D.h. bei mir der ZUT und das heutige Rennen was zusammen 166 Punkte und aktuell Rang 2 in der Gesamtwertung macht. Emma ist nun mit 2 Siegen vorne und kann nicht mehr eingeholt werden bzw. wenn die Siegerin von Hochstaufen beim nĂ€chsten Rennen antritt und gewinnt muss sich sie den 1. Platz teilen. Wir sind nĂ€mlich beide beim nĂ€chsten Rennen nicht dabei. D.h. ich kann aktiv aktuell nur abwarten. Beim vierten Rennen (“Sierre-Zinal”) dĂŒrfte es um nichts mehr gehen: Das Rennen gehört zur Weltserie und da haben wir alle nichts auszurichten. Was fĂŒr mich als Fazit zĂ€hlt: Ich habe es zum nationalen Finale geschafft (aufgrund einer Podiumsplatzierung) und mit viel GlĂŒck (wenn ich meinen aktuellen Podiumsplatz mit Hilfe der Konkurrenz behalte), werde ich zum Weltfinale nach Golfo d’Isola eingeladen. Das weiß ich dann ca. Mitte August.
Persönlich finde ich dieses Wertungsverfahren sehr fragwĂŒrdig…

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