01.09.2013 Challenge Walchsee

Gleich vorweg das allerwichtigste: ein ganz großes Dankeschön an all die Helfer und Zuschauer die stundenlang in Kälte und Regen ausharrten um uns zu verpflegen und anzufeuern. Ohne Euch (Helfer) ist so ein Wettkampf einfach nicht machbar!

walchsee

Nachdem mir ein sehr lieber Freund das ehrliche Feedback gab, das sich meine Berichte immer gleich lesen („irgendwo hinten aus dem Wasser“, einsammeln, Podest) möchte ich das beim heutigen mal anders machen. Der Tenor wird sich zum Glück – mit Ausnahme von 2 Highlights beim Radeln/Laufen und einem grandios schlechtem 1. Wechsel – nicht ändern…  Das Endergebniss ist ja mittlerweile bekannt (Link).

Insgesamt ein harter (Rad) aber durchaus machbarer Wettkampf. In den Medien ist die Darstellung immer etwas desaströs.

Los geht’s – von hinten:

18Uhr:
Siegerehrung im Veranstaltungszentrum Walchsee. Stolz wie Oskar nehme ich für den 2. Platz in der AK 35 mein Präsent in die Hand.

siegerehrung

Zwischen hier und jetzt: Sauna, relaxen, Massage

14.28Uhr Zieleinlauf.
5.23.26h. Platz 28 Gesamt (aus 197 inkl. 10 PROs), Platz 2 AK (aus 40). Wow!  Die 10. Platzierung im 11. (nennenswerten) Wettkampf (inkl. Lauf) dieses Jahr.
Sehr glücklich,  obwohl ich mir eine 5.19h auf den Plan geschrieben hatte. Warum das – heute – nicht aufging, folgt.

12.45Uhr Start Lauf (21.2km/ca. 400HM)
Ouch, die Beine fühlten sich sehr zäh an, Mindgame: Sind ja nur 4 Runden um den See. Geht schon. Aus Fehlern lernen, d.h. nicht zu schnell angehen. Daher bin ich die ersten beiden Runden im unteren GA2 Bereich gelaufen was sich im Mittel um 4.50min/km/h rausging. Das fühlte sich gut an und habe ich dann eingetaktet; d.h. in diesem Rhythmus ging es weiter, der Puls stieg mit den Runden von alleine. Zudem kam die Sonne raus und es wurde richtig warm, fast zu warm…
Dann hatte ich in Runde 1 auch noch wahnsinnig viel Glück, da ich inkl. 2-maligem seitlichen Überschlagens gestürzt bin. Beim Laufen? Wie geht das denn? Tatort: Verpflegungsstation: MANN muss sich damit abgeben und lernen, dass FRAU dahinter einfach schneller ist und man in der Station NICHT stehen bleibt. Danach kann er tun was er will. Nun gut, einmal kurz „alle viere gesammelt“, aufgestanden, Schürfwunden für nicht schlimm erachtet und weitergelaufen. Nebenbei noch ziemlich unschöne Wörter von mir gegeben.
Zeit: 1.43.16h; Platzierung nach Lauf 28.

12.43Uhr T2
Rad abgestellt. Eine gefühlte Minute darauf geguckt und überlegt … bis sich das Hirn meldete: Nein, Anja, Du musst hier nichts ablegen. Lauf einfach nur zu Deinem Run-Bag, ins Zelt und ab auf die Laufstrecke. Nun gut, muss mich halt noch daran gewöhnen, dass man bei den großen Veranstaltungen nichts am Rad lässt.
Zeit: 2min

09.45Uhr Start Rad – Let the game beginn

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Und los ging‘s. 90km „singing in the rain“ mit 1000 Höhenmetern und Regen warteten. Per se ist die Strecklich traumhaft schön (bin sie vor 2 Wochen schonmal gefahren). Bei solchen Bedingungen MUSS aber die volle Konzentration aufs Rad, da ist nichts mit Sightseeing.
Die erste Runde lief prima. Ja, es war bei den Abfahrten sehr zugig, ich habe mich schon immer auf den nächsten Berg zum Aufwärmen gefreut, aber langsam runterfahren geht einfach nicht. Sonst wäre es kein Berg. Es gab aber eine zweite Runde und mir wurde immer kälter. Nur bei diesen Bedingungen – und nur bei diesen – möge meine Konstitution etwas Nachteil bringen. Dennoch war das Prinzip „Kamikaze-Abfahren“ weiterhin im Programm, der 2. „Kössen-Berg“ brachte dann auch die heutige Vmax von 68.8 km/ha. Wahoo.. Das hat Spaß gemacht.UnbenanntNun gut, ich musste aber insgesamt Tribut zollen, die letzte 15km Schleife von Walchsee über Rettenschöss zurück nach Walchsee war ich ein Stück Elend mit heftiger Unterkühlung, zittern, bibbern, Krämpfe und alles was dazugehört. Die Watt Durschnittsleistung auch mal locker von 175 (1. Runde) auf magere 150 in der 2. Runde gefallen. Deswegen die 2. Runde auch 9 min langsamer! Endgültiger “Aus der Traum” mit den 5.19h.
Das Essen hat auch nicht mehr geholfen (hab alles mitgenommen was in den 5 sek Verpflegung in 2 Hände passt).  Aufgeben ist,  und bleibt aber für mich einfach keine Option. Dafür bin ich zu Fit und habe zu hart trainiert.
Zeit: 2.57.24h; Platzierung nach Rad: 38

09.42Uhr T1
Nein, noch schlechter geht es nicht. Raus aus dem Wasser, Neo nicht aufbekommen. Das muss ich noch üben bzw. das nächste mal nicht stümperhaft selbst schliessen. Daher konnte ich das Gummikondom auch erst im Wechselzelt ausziehen, mindestens 1 Minute Verlust! Mindestens! Dann noch ewig am Rad rumgezettert wegen nicht sitzen mögender Brille, “Schuhe” die nicht an die dafür vorgesehenen Hände wollten und dann genervt im Gras endeten und eine Startnummer die sich nicht an meine Hüfte gewöhnen wollte. Alles sehr, sehr bitter!
Zeit: 3.51min 🙁 So was hat keine 5.19h verdient.

09.05Uhr Start Schwimmen
Mir macht das schwimmen Spaß. Seitdem ich vergangenes Wochenende beim Fuschlseecrossing die 4.2km absolvierte und bei der MItteldistanz in Erlangen schon über 2km geschwommen bin, sind die 1.9km irgendwie niedlich. Ist ja schnell vorbei. Irgendwo Wasserschatten suchen und mitschwimmen. Mehr geht halt – noch – nicht. Aber ich werde es lernen 🙂 Mit der Zeit bin ich auch relativ zufrieden, auch wenn es wieder “nur” hinteres Mittelfeld war.
Zeit: 36.57min; Platzierung nach Swim: 89 (!)

05Uhr: Aufwachen, Aufstehen, Frühstücken, Wechselzone, etc, etc, etc.

Und nun?: Etwas Regeneration, dann auf’s in Marathontraining 🙂

Fotos

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