13.08. ­čąłHeimgartenberglauf nach Ostseemann DNF
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13.08. ­čąłHeimgartenberglauf nach Ostseemann DNF

Bevor es zur heutigen Veranstaltung geht, eine Info zu meinem vorzeitigen Ausscheiden beim Ostseemann. Bekannterweise w├Ąre diese Triathlon Langdistanz (Deutsche Meisterschaft) mein zweites Saisonhighlight gewesen, aber au├čer Spesen kam nichts bei rum. Was war passiert (die Startnummer war es nicht, die fand ich cool):

Bereits im Vorfeld hatte das Rennen f├╝r mich ein “Gschm├Ąckle”. Warum? Die Wettervorhersage war ziemlich durchwachsen, kalt und regnerisch. K├Ąlte ist nicht meins (au├čer im Winter zum Langlaufen, da kann es nicht kalt genug sein) und daher konnte ich mich ├╝berhaupt nicht einstimmen. Als es dann um 06.45 Uhr in die kalte Ostsee ging, war mir bereits nach nicht mal 1000 Meter schon recht frisch. Angeblich hatte das Wasser 17 Grad, diverse “Garmin-Uhren”, so auch meine, zeigten aber im Nachhinein 14-15 Grad an. “Man hat doch einen Neo an”, wird sich der ein oder andere fragen? Ja, hat man. Aber man ist trotzdem der K├Ąlte ├╝ber 3.8km ausgesetzt und der eine “kann sie”, der andere nicht. So auch ich:

(weitere Fotos im Anschluss)


Nach dem Schwimmausstieg (1.45 Stunden, weil ich keine Kraft mehr hatte, normal 1.10h) und nachdem ich mich die letzten 200 Meter schon am Rettungsboot festhielt, kollabierte ich und wurde mit einer K├Ârpertemperatur von <32 Grad direkt zum aufw├Ąrmen und beobachten auf die Intensivstation der Diakonie Flensburg gebracht. H├Ârt sich jetzt alles sehr dramatisch an bzw. war es kurzfristig auch. Allerdings bin ich allgemein in einem solch hervorragenden Zustand, so dass ich das warme Bett nach nicht nur 1.5 Stunden wieder verlassen durfte (zuerst hie├č es min. 24 Stunden Aufenthalt) und schon um halb 1 Mittags bei einem mega leckeren Cappuccino und Eis (!) in einem Stra├čencaf├ę sa├č.

Tja, das ist Outdoorsport. Die Bedingungen sind f├╝r alle gleich, auch wenn nach Meinung einiger Athleten das schwimmen h├Ątte verk├╝rzt werden m├╝ssen. Das ist bei “kalten Rennen”, bei welchen auch die Au├čentemperatur nicht sonderlich hoch ist, nicht un├╝blich. Aber gut, es ist wie es ist. Ich kann halt daf├╝r bei 30 Grad 43km in 3.08 Stunden laufen (Wings4Life 2021), Hitze kann auch nicht jeder­čśâ.

Bin ich entt├Ąuscht: JEIN. Ich habe das Rennen sofort abgehakt und keine weitere Sekunde Gedanken dar├╝ber verschwendet. Au├čer das ich mich sofort damit besch├Ąftigt habe, wie schnell ich einen neuen Neoprenanzug bekomme. Meiner musste im Rahmen der medizinischen Notfallbetreuung aufgeschnitten werden­čśů.

Nun gut, alles passiert aus einem Grund und ich bin mir auch schon sicher, dass ich diesen kenne. Man muss nach vorne schauen und am Ende des Tages ist es doch nur Sport. Gesundheit geht ├╝ber alles­čŹÇ. Gegen K├Ąlte im Wasser ist man absolut machtlos. Auf dem Rad kann man sich warm anziehen oder einen Defekt meistens reparieren (auch wenn ich dieses Jahr auch schon das Gegenteil erlebt habe­čÖä), eine Verletzung auskurieren, aber wenn s├Ąmtliches Blut aus den Extremit├Ąten zur eigenen Sicherheit in die K├Ârpermitte gepumpt wird, ist das gut so! Das sch├Âne daran: Es zeigt, man ist Mensch. Und keine Maschine.

Bedanken m├Âchte ich mich in diesem Zusammenhang nochmal bei meinem Partner und Freund, Benjamin Weiderer – BEWECT schmerzfrei trainieren. Er war mit seiner Freundin vor Ort und sie haben mich zusammen mit meiner langj├Ąhrigen Bekannten Maggie (und deren Mann) bis ins Krankenhaus begleitet und sich um ALLES gek├╝mmertÔŁĄ .



Heute: Heimgarten Berglauf­čĺ»

Nicht denken, das ich diesen “kurzen” Berglauf jetzt zum Trotz mache. Der Stand im Vorfeld schon optional auf dem Plan, je nachdem wie ich mich nach dem Ostseemann f├╝hlte. Und ich f├╝hlte mich gut ­čśé

Berglaufen ist auch so was, was ich kann und daher freute ich mich total auf die 5.2km mit 1.000 H├Âhenmeter (im Schnitt somit 20% Steigung), was eigentlich schon einem Vertikal gleich kommt. Es ging vom Heimgartenparkplatz in Ohlstadt direkt in den Berg und zur Sache auf die sympathische Heimgartenh├╝tte. Warum sympathisch? Einer der noch wenigen Berge ohne Seilbahn, so das die H├╝tte wenig ├╝berlaufen ist und den “wahren” Bergsteigern ├╝brig bleibt.

Es wechseln sich Abschnitte ├╝ber rauhe, ziemlich steile Fahrwege mit steinigen und wurzeligen Trails ab. Es war sehr warm (endlich war der Sommer zur├╝ck), daher wei├č  man den schattigen Anstieg durch den Wald zu sch├Ątzen. Die Start-Ziel-Siegerin vom LC T├Âlzer Land, Alexandra Grimbs, setzte sich schnell ab und kam nach 48.29 Minuten ins Ziel.
Die 32-j├Ąhrige gewann letzte Woche auch den Tegelberglauf mit 4 Minuten Vorsprung vor der Profi-SKIMO Athletin Johanna Hiemer aus ├ľsterreich, was eine Ansage ist. Zum Vergleich: Ich hatte am Tegelberg letztes Jahr (Bayerische Meisterschaft) ebenfalls – wie Johanna – 52.10 Minuten ben├Âtigt.

Ich war mit meinem Rennen mehr als zufrieden, konnte die 5km konstant durchlaufen und mit 49.54 Minuten genau unter meiner anvisierten Wunschzeit von 50 Minuten bleiben. Auf die 3. Platzierte, Inga van Beuren, ebenfalls Altersklasse 30 hatte ich 11 Minuten Vorsprung.

ERGEBNISSE / Ergebnisse nach Altersklassen
Garmin / Strava

Wie geht die Saison weiter?
Anfang September mache die Triathlon Mitteldistanz in Quedlinburg. Auch “H├Âlle von Q” genannt ­čśé
Und dann definitiv eine Woche sp├Ąter am 09.09. das Finale der Golden Trail Nation Serie in Mayrhofen. Ich gehe weiterhin als Gesamt 2. in dieses Rennen und hoffe, mir einen der begehrten Pl├Ątze f├╝r das weltweite Finale am 21.10. in Italien zu ergattern.


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