13.08. đŸ„ˆHeimgartenberglauf nach Ostseemann DNF
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13.08. đŸ„ˆHeimgartenberglauf nach Ostseemann DNF

Bevor es zur heutigen Veranstaltung geht, eine Info zu meinem vorzeitigen Ausscheiden beim Ostseemann. Bekannterweise wĂ€re diese Triathlon Langdistanz (Deutsche Meisterschaft) mein zweites Saisonhighlight gewesen, aber außer Spesen kam nichts bei rum. Was war passiert (die Startnummer war es nicht, die fand ich cool):

Bereits im Vorfeld hatte das Rennen fĂŒr mich ein “GschmĂ€ckle”. Warum? Die Wettervorhersage war ziemlich durchwachsen, kalt und regnerisch. KĂ€lte ist nicht meins (außer im Winter zum Langlaufen, da kann es nicht kalt genug sein) und daher konnte ich mich ĂŒberhaupt nicht einstimmen. Als es dann um 06.45 Uhr in die kalte Ostsee ging, war mir bereits nach nicht mal 1000 Meter schon recht frisch. Angeblich hatte das Wasser 17 Grad, diverse “Garmin-Uhren”, so auch meine, zeigten aber im Nachhinein 14-15 Grad an. “Man hat doch einen Neo an”, wird sich der ein oder andere fragen? Ja, hat man. Aber man ist trotzdem der KĂ€lte ĂŒber 3.8km ausgesetzt und der eine “kann sie”, der andere nicht. So auch ich:

(weitere Fotos im Anschluss)


Nach dem Schwimmausstieg (1.45 Stunden, weil ich keine Kraft mehr hatte, normal 1.10h) und nachdem ich mich die letzten 200 Meter schon am Rettungsboot festhielt, kollabierte ich und wurde mit einer Körpertemperatur von <32 Grad direkt zum aufwĂ€rmen und beobachten auf die Intensivstation der Diakonie Flensburg gebracht. Hört sich jetzt alles sehr dramatisch an bzw. war es kurzfristig auch. Allerdings bin ich allgemein in einem solch hervorragenden Zustand, so dass ich das warme Bett nach nicht nur 1.5 Stunden wieder verlassen durfte (zuerst hieß es min. 24 Stunden Aufenthalt) und schon um halb 1 Mittags bei einem mega leckeren Cappuccino und Eis (!) in einem StraßencafĂ© saß.

Tja, das ist Outdoorsport. Die Bedingungen sind fĂŒr alle gleich, auch wenn nach Meinung einiger Athleten das schwimmen hĂ€tte verkĂŒrzt werden mĂŒssen. Das ist bei “kalten Rennen”, bei welchen auch die Außentemperatur nicht sonderlich hoch ist, nicht unĂŒblich. Aber gut, es ist wie es ist. Ich kann halt dafĂŒr bei 30 Grad 43km in 3.08 Stunden laufen (Wings4Life 2021), Hitze kann auch nicht jeder😃.

Bin ich enttĂ€uscht: JEIN. Ich habe das Rennen sofort abgehakt und keine weitere Sekunde Gedanken darĂŒber verschwendet. Außer das ich mich sofort damit beschĂ€ftigt habe, wie schnell ich einen neuen Neoprenanzug bekomme. Meiner musste im Rahmen der medizinischen Notfallbetreuung aufgeschnitten werden😅.

Nun gut, alles passiert aus einem Grund und ich bin mir auch schon sicher, dass ich diesen kenne. Man muss nach vorne schauen und am Ende des Tages ist es doch nur Sport. Gesundheit geht ĂŒber alles🍀. Gegen KĂ€lte im Wasser ist man absolut machtlos. Auf dem Rad kann man sich warm anziehen oder einen Defekt meistens reparieren (auch wenn ich dieses Jahr auch schon das Gegenteil erlebt habe🙄), eine Verletzung auskurieren, aber wenn sĂ€mtliches Blut aus den ExtremitĂ€ten zur eigenen Sicherheit in die Körpermitte gepumpt wird, ist das gut so! Das schöne daran: Es zeigt, man ist Mensch. Und keine Maschine.

Bedanken möchte ich mich in diesem Zusammenhang nochmal bei meinem Partner und Freund, Benjamin Weiderer – BEWECT schmerzfrei trainieren. Er war mit seiner Freundin vor Ort und sie haben mich zusammen mit meiner langjĂ€hrigen Bekannten Maggie (und deren Mann) bis ins Krankenhaus begleitet und sich um ALLES gekĂŒmmert❀ .



Heute: Heimgarten Berglauf💯

Nicht denken, das ich diesen “kurzen” Berglauf jetzt zum Trotz mache. Der Stand im Vorfeld schon optional auf dem Plan, je nachdem wie ich mich nach dem Ostseemann fĂŒhlte. Und ich fĂŒhlte mich gut 😂

Berglaufen ist auch so was, was ich kann und daher freute ich mich total auf die 5.2km mit 1.000 Höhenmeter (im Schnitt somit 20% Steigung), was eigentlich schon einem Vertikal gleich kommt. Es ging vom Heimgartenparkplatz in Ohlstadt direkt in den Berg und zur Sache auf die sympathische HeimgartenhĂŒtte. Warum sympathisch? Einer der noch wenigen Berge ohne Seilbahn, so das die HĂŒtte wenig ĂŒberlaufen ist und den “wahren” Bergsteigern ĂŒbrig bleibt.

Es wechseln sich Abschnitte ĂŒber rauhe, ziemlich steile Fahrwege mit steinigen und wurzeligen Trails ab. Es war sehr warm (endlich war der Sommer zurĂŒck), daher weiß  man den schattigen Anstieg durch den Wald zu schĂ€tzen. Die Start-Ziel-Siegerin vom LC Tölzer Land, Alexandra Grimbs, setzte sich schnell ab und kam nach 48.29 Minuten ins Ziel.
Die 32-jĂ€hrige gewann letzte Woche auch den Tegelberglauf mit 4 Minuten Vorsprung vor der Profi-SKIMO Athletin Johanna Hiemer aus Österreich, was eine Ansage ist. Zum Vergleich: Ich hatte am Tegelberg letztes Jahr (Bayerische Meisterschaft) ebenfalls – wie Johanna – 52.10 Minuten benötigt.

Ich war mit meinem Rennen mehr als zufrieden, konnte die 5km konstant durchlaufen und mit 49.54 Minuten genau unter meiner anvisierten Wunschzeit von 50 Minuten bleiben. Auf die 3. Platzierte, Inga van Beuren, ebenfalls Altersklasse 30 hatte ich 11 Minuten Vorsprung.

ERGEBNISSE / Ergebnisse nach Altersklassen
Garmin / Strava

Wie geht die Saison weiter?
Anfang September mache die Triathlon Mitteldistanz in Quedlinburg. Auch “Hölle von Q” genannt 😂
Und dann definitiv eine Woche spĂ€ter am 09.09. das Finale der Golden Trail Nation Serie in Mayrhofen. Ich gehe weiterhin als Gesamt 2. in dieses Rennen und hoffe, mir einen der begehrten PlĂ€tze fĂŒr das weltweite Finale am 21.10. in Italien zu ergattern.


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