20. Stadttriathlon Erding – Oder: „Wie man erfolgreich von Platz 53 auf Platz 16 fliegt“

Yippie, Sonntag der 23. Juni war gekommen. Jubiläums- Stadttriathlon Erding mit prominenter Besetzung. Das ist ja das Wunderbare an der Sportart Triathlon: Amateure („Age Grouper“) bestreiten die Rennen Seite an Seite mit den PROs. Heute waren es bekannte Namen wie bspw. Göhner, Tajsich, Leder, aber auch die Nachwuchsathleten Herlbauer (m/w) sowie die bekannten Biathleten Lesser oder Lang.

Für mich war es mein erster wichtiger Wettkampf über die olympische Distanz als Vorbereitung für die Mitteldistanz in Erlangen. Bislang verläuft die Saison ja mehr als prima.

Bereits 2 Tage vor dem Rennen stand im Prinzip fest, dass ohne Neo geschwommen werden darf. Lieber so als im Regen! Der von der DTU vorgegebene Richtwert von 22Grad für 1500m war bei Testwerten bei weitem überschritten. Ich sah das relativ gelassen, ob ich jetzt 30min mit oder 31min ohne Neo schwimme ist eh schon egal; ich kann’s halt (noch) nicht.  So war es dann auch; Platz 53 von 103 nach der ersten Disziplin. „Aufholjagd 2.0“ kann beginnen. Auf dem Rad läuft es ja insgesamt zunehmend besser!

Eine schöne, ruhige und relativ verkehrsarme aber auch gut gesicherte Strecke durch das Erdinger Hinterland, ein paar Höhemeter (ca. 300), dafür eifrige Böen. Da haben wir Hochprofilfelgenfahrer „Fun“; ich hatte zum Leidwesen einiger Mitfahrerinnen beim Einsammeln umso mehr Spaß; doch war es ein Spiel mit dem Feuer. Bei ca. 30km (von 44.5km) war ich bereits bei einer Durchschnittsleistung von 245W und wollte doch nicht alle Körner für das Laufen verschießen. Daher habe ich am Schluss ein bisschen rausgenommen – bei dem dann vorherrschenden Gegenwind allerdings etwas schwierig. Eine Fahrzeit von 1.16h (Platz 14) stimmte mich dann sehr glücklich, ab in die Laufschuhe ohne los ging‘s auf die 10km Rundkursstrecke durch Erding.

Die Stimmung auf den Erdinger Wettkämpfen (Stadtlauf im September) ist einfach phänomenal und hilft gerade auf der letzten Disziplin ungemein. Wie ging es mir? Die ersten beiden km waren relativ zäh, mit 4.15min/km/h zu schnell (ich hatte 4.20m im Visier), und da wusste ich, es wird ein sehr, sehr langes Rennen. Hatte ich doch zu viel Körner auf dem Rad gelassen? Kommt der Einbruch? Ich verließ mich auf mein Können und meinen Kopf und habe die nächsten km die Taktik „an die nächsten Hinterbeine ranziehen, dann vorbeiziehen“ angewandt. Bei km 9 hatte ich nochmal eine 3er Gruppe Mädels vor mir, das war nochmals ein hartes Stück Arbeit, ging aber auf. Letztendlich, habe ich mich auf eine 4.28min eingependelt und konnte mit der 8. Besten Laufzeit in 43.23min noch weitere 7. Plätze gut machen, so dass es am Ende Platz 16. Gesamt, AK 3 wurde. Neben den Rad/Laufzeiten freute mich die Platzierung umso mehr; meine AK war mit Sonja Tajsich und Sylvia Felt vom Team Erdinger sehr stark besetzt. Ergebnisse.

ziel

Überglücklich und mehr als zufrieden: davon werde ich davon noch ganz lange zerren, da nicht immer alle Wettkämpfe so gut laufen werden J Ganz großer Dank geht dabei auch an meine Trainerin Wenke Kujala, die – neben ihren „Nebenjobs“ als Teammanagerin, Profiathletin, Ehefrau und seit kurzem 2facher Mutter (in equal prominence)– die besten Zuhörerin und Mentorin der Welt und gefühlte 24/7 für ihre Athleten da ist !

Die nächsten Wettkämpfe werden zwei Trainings-„5er“ sein (München Neuried und der Super-geniale Challenge Womens Run am 13.Juli in Roth); anschließend geht es über die OD in Karlsfeld (21. Juli) direkt nach Erlangen (4 August).

Fotos (folgen)

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