13.05. Regensburg Marathon

Endlich ging mal wieder DER Traum in Erfüllung: Einen Marathon laufen zu dürfen! Laufen ist meine Leidenschaft und die Mammut-Distanz für mich das Highlight; ohne vorher schwimmen und Rad fahren zu dürfen 🙂

“Marathon”, was ist das eigentlich?
Ich werde oft gefragt, „wie lange ist der Lauf“ oder „ein voller?“. Um das klarzustellen: Ein Marathon, ist ein Marathon, ist und bleibt ein Marathon über 42,195km 🙂  Warum genau diese Distanz? Waren es doch beim olympischen Debüt am Ende des 19ten Jahrhunderts nur rund 38km? 1908 wurde dies dann auf genau die benannte Distanz justiert, damit Queen Alexandra den Zieleinlauf in London genau von ihrem Fenster aus beobachten konnte. Na prima, die Läufer quälen sich und Majestät schlürft an ihrem Prosecco 🙂

Alle guten Dinge sind 3
Um solch eine Distanz mit Qualität absolvieren zu können, benötigt es solide Vorbereitung. Letztes Jahr hat es beim Dresden Marathon nicht geklappt, auch dieses Jahr schien das Vorhaben aus bekannten Gründen fast wieder zu scheitern. Deswegen kein Neuversuch in Dresden (29.04), sondern dafür zwei Wochen später beim heutigen Regensburg Marathon. Ich fühlte mich prima, obgleich ich die letztjährige Zielzeit von 3.05h nach unten revidieren musste und mit einem Plan von 3 Stunden und 12 Minuten in das Rennen ging. Das bedeutet: für jeden der gut 42 Kilometer maximal 4.33 Minuten 🙂 Meine Bestzeit stand bei 3.14h (Bregenz 2015) und dies wollte ich gerne toppen, was nach meiner Laufleistung bei der Deutschen Meisterschaft im Duathlon durchaus möglich ist.

„Erfolg ist Stolpern von Versagen zu Versagen ohne Verlust auf Begeisterung.” (Churchill)
Tja, und wie sollte es mir dann ergehen? Bei der Erfüllung meines Traumes?
Trainingstechnisch fühlte ich mich im Rahmen unserer Möglichkeiten (Nervenschmerz nach wie vor spürbar) gut vorbereitet.  Die Laufstrategie war, wie immer: Progressiv, d.h. die erste Hälfte etwas langsamer (4.35min/km), wie die zweite (4.31min/km). Das Wetter war hierfür bei warmen 20C (beim Start, später ca. 27C) etwas kontraproduktiv, der Wind war noch so ok. Leider ging ich wohl zu schnell an (lief die ersten 20km in einem 4.30er Schnitt), obwohl der Puls noch gut im GA2 Bereich war und keine Gefahr des “Blaulaufens” bestand. Möglich auch, das ich mich zu sehr von der 3. Frau habe leiten lassen, die ich ab km10 in 200m Entfernung ausspechtete und mit dem Podium liebäugelte. 🙂

Ich fühlte mich aber nach wie vor gut und konnte bei km 19 den 3. Platz einnehmen. Das lief dann eigentlich alles prima, obwohl ich zusehends langsamer wurde, aber bis km40 trotzdem noch einen guten Vorsprang hatte. Allerdings kamen dann zwei Sachen zusammen: Ich war kurz vor dem kollabieren (was dann im Ziel wegen beidseitigen Krämpfen auch passierte) und Doro Rogosch hat einfach einen verdammt guten Job gemacht! Bei km 41,1 überholte sie mich und lies mich sprichwörtlich “stehen”. No Chance. Somit musste ich mich – bei meinem 4. Solo-Marathon – mit einer Zielzeit von 3.20,27 (meine Uhr zeigte 42,53km!) und der Holzmedaille zufrieden geben. Dafür gab es dann im Medical Tent 2 Liter Flüssignahrung und dafür waren Doro und ich die einzigen beiden “40er” unter den Top 8 🙂 Als ich meinem Begleitradler erzählte, das ich dieses Jahr 42 werde und erst vor 6 Jahren “professionell” mit dem Laufen begann, ist der eh halb vom Bock gefallen 🙂

Fazit
Im Prinzip aus dem Stehgreif einen Marathon in 3.20h zu laufen ist schon ne prima Sache (ich hatte in der Vorbereitung “nur” vier lange Läufe über ca. 20km) und die Vorgeschichte darf man auch nicht so ganz außer Acht lassen. Das gibt mir Selbstvertrauen für das Highlight dieses Jahr: Die Europameisterschaft über die Triathlonlangdistanz in Madrid. Ergo: Ich bin sehr ZUFRIEDEN und der Traum, mit dem Fahrgestell einen Marathon durchzustehen, ging auch in Erfüllung 🙂 🙂

Großer Dank geht an meine “Allinger Gang”, die an der Strecke mal wieder einen phantastischen Job gemacht haben, sowie an die freiwilligen (!) Helfer des Deutschen Roten Kreuz. 

Ergebnisse    

 

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