15.07 Doppelstart Wochenende Ammersee/Allgäu

Ein Sommerwochenende im Juli 2018.Perfekt für Ausflüge an den Ammersee und in das schöne Allgäu 🙂 oder eher: zwei Wettkämpfe an einem Wochenende, als Belastungstest für die letzten Wochen Richtung Madrid. #ATTACKE

Für den ungeduldigen Leser vorab: Platz 5 im Eliterennen am Ammersee (3. beste Rad- / und mit 19.22min mit Abstand schnellste Laufzeit) und (erneuer) Gesamtsieg beim Alpseelauf in Immenstadt über 25km und 800 Höhenmeter; für Training ganz gut so 🙂 Meinen Streckenrekord von 2015 konnte ich dank glitschiger Wege (dazu später mehr) konservieren 🙂 Wenn Gott gewollt hätte, das ich ein Weichei werde, hätte er mich zum Fussballer gemacht 🙂

Samstag – Ammersee Sprinttriathlon in Riederau
Eigentlich denk ich mir immer, ich bin zu alt für so einen Mist… Die Sprintdistanz über 750m schwimmen, 20.5km Radfahren und 5km laufen ist einfach mal eine fette Laktatdusche aber für Langdistanzathleten immer eine nette Abwechslung. Ich hatte mir vorgenommen nach 1.13h ins Ziel zu kommen, mit Glück einen Podiumsplatz einheimsen.

Als „in die Jahre gekommener, aber gut eingefahrener Diesel“ hielt ich mich unter den jungen Wilden ganz gut. Das Schwimmen verlief dem Können entsprechend (aufgrund der Wassertemperatur und dem Status Eliterennen ohne Neoprenanzug, somit für mich überproportionaler Nachteil). Als 8. Athletin überlief ich nach müden 16.28 Minuten und 4 Minuten Abstand aufs Podium die erste Wechselmatte  und mir war bewusst, dass die Aufholjagd  mühsam wird, weil bei einem Sprint die Rad/Laufstrecken nicht proportional zum Schwimmen sind. Bei einem Mittel- oder Langdistanzrennen wäre ich hier tiefenentspannt 🙂

Egal,  rauf aufs Rad und einfach nur „all-out“ 5 Runden brettern. Das ging super gut, trotz der zehn 180 Grad Wenden insgesamt ein Schnitt von rund 37km/h, mit der 3. Schnellsten Radzeit auf Platz 6 vorgefahren und noch gut in der Zeit, obwohl ich Angst hatte, das ich das beim Laufen wieder bereue. Im Gegenteil, die abschließenden fünf Runden am Ammersee Gymnasium, durch Wiese, Stadium, Hügelchen rauf und runter fühlten sich mal wieder richtig nach fliegen an!! Allerdings war der Rückstand nach vorne zu groß und so konnte ich trotz der mit Abstand schnellsten Laufzeit von 19.22 Minuten nur noch einen Platz gutmachen und kam somit nach 1.12h als 5. Frau Gesamt (von 21) ins Ziel. Ich bin mega zufrieden mit der Leistung, auch wohlwissend, das nicht mal 20 Stunden später ein weiteres Event anstand. Ergebnisse

Bilder von oben links im Uhrzeigersinn (danach: Sonntag-Alpseelauf 🙂 ) : der friedvolle Ammersee, bevor die wilden Triathleten kamen; Anja beim Besichtigen der Laufstrecke; Anja im Ziel; die Laufstrecke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag – Alpseelauf Immenstadt
Tja, dieser wunderschöne Laufwettkampf über 25km und 800 Höhenmeter ist eine Hassliebe. 2015 konnte ich als strahlende Siegerin (mit immer noch bestehenden Streckenrekord von 2.04h) über die Linie hüpfen, 2017 quälte ich mich von Krämpfen geplagt wankend ins Ziel. Daher: eine offene Rechnung galt es zu begleichen, ich dachte mir 2.10h wäre eine prima Sache. #ATTACKE

Nachdem ich bereits beim Einlaufen merkte, das noch zu viel Milchsäure in den Beinen steckte, wusste ich, dass das heutigen Rennen rein über den Kopf entschieden wird! Somit stand die Strategie stand im Vordergrund. Die Vorjahressiegerin (2.14h) war auch wieder am Start. Das MUSS erwähnt werden, Heidi Beseler ist 63 Jahre jung und hat mich letztes Jahr in eigener schlechter läuferischer Verfassung gewaltig versemmelt. Chapeu, eine Wahsinnsläuferin! Daher hielt ich mich weniger an meine Pace, sondern sondierte über die ersten 6km (nach 1km geht’s gleich mal den Berg hinauf), ihren Zustand aus um zu sehen, ob ich dieses Jahr besser drauf war. Ich konnte gut mithalten und nahm nach einem gnadenlosen Downhill von Heidi in der Flachpassage bei ca. km 14 die Führung. Was ich nicht wusste: Heidi stieg irgendwann aus dem Rennen aus (durch die Berg/Waldpassagen hat man keinen Überlick!).

Daher teile ich meine Kräfte gut ein, da der richtig harte Teil kommt erst im zweiten Teil des Rennens (s. Graphik). Ich wollte mir den Sieg heute einfach nicht mehr nehmen lassen!! Zuviel gewollt, bei der ersten Brücke im Wald unterschätze ich die Nässe (es hatte nachts und am Morgen geregnet), rutsche aus, blieb mit dem Achsel am Geländer hängen und viel richtig fies auf die Fresse. Adrenalin tut sein Gutes, einfach weiter laufen, Wunden kann man später lecken 🙂

Irgendwann hatte ich dann das Gefühl, das Heidi nicht mehr kam, wollte mich aber nicht zu früh „ausruhen“, zumal 2km vor Schluss wieder die ersten Krämpfe kamen. NEIN, NEIN, NEIN, Anja, zieh’s durch. Gesagt, getan: Nach 2.15h lief ich tränenüberströmt (vor Freude) als Siegerin ins Ziel. Das ich mein Zeit-Ziel nicht erreichte, liegt an den vielen Brücken, Treppen und glitschigen Wurzeln, das war dann mehr ein rumgeeiere 🙂

Der Alpseelauf ist eine wunderschöne, harte Berg/Trailveranstaltung und ganz großen Lob geht an den Veranstalter Gerhard Honold der das Ganze mit Herzblut macht, aber auch und vor allem an die Grundbesitzer, die es zulassen, dass ihre Weiden belaufen werden dürfen. Versprochen: Ich habe jede Kuh gegrüßt und das wurde auch positiv bemuht 🙂 – Ergebnisse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Naturparktrail Grosser Alpsee.
Alpseelauf, Lauf um den Alpsee in Immenstadt.
Hier lange Distanz auf dem Hornweg bei Immenstadt.
1. Dame Anja Kobs

Naturparktrail Grosser Alpsee.
Alpseelauf, Lauf um den Alpsee in Immenstadt.
Hier lange Distanz auf dem Hornweg bei Immenstadt.
1. Dame Anja Kobs

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